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Pressemeldung: Hannover Messe ist Gradmesser für digitale Innovationskraft.

Zum ersten Mal findet die traditionsreiche Industrieschau, die Hannover Messe, online statt. Dabei wird Digitalisierung nicht nur zum Gradmesser für die Güte dieser Veranstaltung, sondern viel mehr zum Gradmesser für die digitale Innovationskraft der deutschen Wirtschaft im internationalen Vergleich. Deutschland hat beim Leitthema dieser Messe, der Industrie 4.0, großes (ungenutztes) Potenzial: gute Grundlagenforschung, innovative Startups, Hidden Champions aus dem Mittelstand und etablierte Großunternehmen. 

Die Große Koalition hat die konsequente Förderung der Industrie 4.0 in Deutschland jedoch gekonnt verschlafen. Große Vorhaben der Bundesregierung, wie die Hightech-Strategie oder die KI-Strategie, lahmen aufgrund der ungelösten Ressortzuständigkeiten und wegen ihrer erdrückenden Regulierungsdichte. Damit Deutschland international nicht noch weiter abgehängt wird, muss endlich der Technologieturbo gezündet werden. Deshalb müssen wir Datennutzung als Innovationsmotor für gesellschaftlichen Fortschritt, einen schnellen 5G-Ausbau für die Industrie 4.0 und KI-Anwendungen als Voraussetzung für wirtschaftliche Prosperität begreifen – dafür setzen wir uns als Freie Demokraten ein.

Pressemeldung: Ministerial-Digital-Pioniere versuchen sich in Künstlicher Intelligenz

Zur Einjahresbilanz der KI-Strategie erklärt der technologiepolitische Sprecher der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag Mario Brandenburg:

„Aus technologiepolitischer Sicht muss man der Bundesregierung inzwischen zumindest zugestehen, dass sie ihre teils ignorante Resignation gegenüber digitaler Innovation beendet hat und versucht ihre Versäumnisse wieder gut zu machen. Dies ist lobens-und unterstützenswert.

Sich dann aber mit nicht selbst erzeugten Erfolgen zu brüsten, zeigt das noch fehlende Verständnis unserer Ministerial-Digital-Pioniere in der neuen Welt. Wenn Europa in den KI-Publikationen vorne liegt, ist das für sich eine schöne Sache. Wenn sich das Bild bei Ausgründungen und Produkten aber komplett dreht, muss ich mich als zuständiger Gesetzgeber eher fragen, auf wie vielen Ebenen ich eigentlich versagt habe, um diesen Wissensvorsprung und Potential an meinem Standort nicht heben zu können. Überbordende Bürokratie, träge Verwaltungen inklusive Sprachbarrieren, komplexe Rechtslagen, fehlende finanzielle Anreize und gesellschaftlichem Nachholbedarf im Bereich Gründerkultur lassen grüßen.

Ob die 100 neuen KI-Professuren diese Praxislücke schließen werden, bleibt fraglich. Auf der anderen Seite haben wir bei gleichbleibender Besetzungsgeschwindigkeit (bisher zwei pro Jahr) auch noch 50 Jahre Zeit, um dies heraus zu finden.“

Pressemeldung: Wissenschaftsjahr 2019 sollte mit Mythen zu Künstlicher Intelligenz aufräumen!

Zum Wissenschaftsjahr 2019 zu Künstlicher Intelligenz erklärt der technologiepolitische Sprecher der Freien Demokraten Mario Brandenburg:

„Nach Datenethikkommission, Digitalrat, Enquetekommission im Deutschen Bundestag und der Strategie zu Künstlicher Intelligenz der Bundesregierung kommt nun das Wissenschaftsjahr 2019, das sich ein Jahr lang auf die digitale Technologie fokussieren wird. Grundsätzlich begrüßen die Freien Demokraten demokratische Partizipationsmöglichkeiten von Bürgerinnen und Bürgern, gerade wenn die Veränderungen, wie sie zukünftig durch technologische Möglichkeiten geschehen werden, ihre persönliche Lebenswelt betreffen. Wir hoffen, dass das Wissenschaftsjahr zu Künstlicher Intelligenz mit Mythen aufräumt, wenn die Bundesregierung schon selbst nicht dazu in der Lage ist.

Ob die Bemühungen der Bundesregierung zu KI „Made in Germany“ durch das Wissenschaftsjahr gestärkt und zielgerichteter werden, darf jedoch bezweifelt werden. Der Arbeitsminister baut lieber Observatorien, die Forschungsministerin stellt Religion über Forschung und der Finanzminister streicht die Mittel für Künstliche Intelligenz. Anstelle unterfinanzierter Marketingjahre auszurufen, sollte die Bundesregierung das Thema Künstliche Intelligenz in einen Digitalministerium zentral vorantreiben, und den Bürgerinnen und Bürgern eine einheitliche Anlaufstelle für ihre Ideen und Fragen anbieten.“

Konstituierung Enquete-Kommission KI

Ich freue mich sehr, dass die Enquete Kommission Künstliche Intelligenz heute zum ersten Mal tagt. Denn KI bietet Chancen für unser Land. Deutschland hat diverse Potenziale und Know-How in Industrie, im Mittelstand, der Grundlagenforschung, die wir mit einem intelligenten Einsatz von KI international ausspielen können.
Es gibt jedoch auch einige Herausforderungen, die es zu bewältigen gibt. So sollte die digitale Kleinstaaterei, Bürokratie und Technikskepsis minimiert werden.

Es wird die Aufgabe der Enquete Kommission Künstliche Intelligenz sein, eine KI-Strategie für ganz Deutschland auszuarbeiten. Denn nur im Parlament wird die Gesellschaft komplett abgebildet- dort sitzen die Meinungsvertreter aller Parteien.

Die KI-Strategie der Bundesregierung wird von einer beschädigten Großen Koalition, die hinter verschlossenen Türen tagt und die Sachverständigen teilweise geheim hält, nichts tragendes zu Stande bringen können. Wir Freien Demokraten haben unsere Mitglieder der Kommission und unsere Sachverständigen nach ihrer Expertise und nicht nach Landesverbänden oder sonstigen politischen Kriterien gewählt.

Pressemeldung Pfalz-Express

FDP-Fraktion benennt Sachverständige für Enquete-Kommission Künstliche Intelligenz

Am 11. September 2018 ernannte die FDP-Fraktion Andrea Martin (IBM) und Dr. Aljoscha Burchardt (DFKI GmbH) als Sachverständige für die Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz – Gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftliche, soziale und ökologische Potenziale“. Andrea Martin ist Chief Technology Officer (CTO) bei IBM Deutschland, Österreich und Schweiz. Dr. Aljoscha Burchardt ist Lab Manger am Language Technology Lab des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI GmbH).

Dazu erklärt Mario Brandenburg, technologiepolitischer Sprecher der FDP- Fraktion und Mitglied der Enquete-Kommission Künstliche Intelligenz:

„Ich bin sehr froh, dass wir Frau Martin und Dr. Burchardt als Sachverständige der Enquete Kommission gewinnen konnten. Gerade bei einem Zukunftsthema wie der künstlichen Intelligenz ist es wichtig, einen guten Mix aus Wissenschaft und Wirtschaft als Sachverständige an der Seite zu wissen. Nur wenn alle Bereiche der Gesellschaft gemeinsam an einem Strang ziehen, wird es uns als Nation gelingen, die enormen Chancen und Potentiale dieses Forschungsfeldes zu heben“.

Daniela Kluckert, stellvertretende Vorsitzende im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur und Mitglied der Enquete-Kommission Künstliche Intelligenz, fügt hinzu:

„Frau Martin und Herr Dr. Burchardt sind für uns als FDP, aber auch für die Nation insgesamt ein absoluter Glücksgriff. Beide verkörpern fachliche Exzellenz, gepaart mit einem tiefgehenden Verständnis für das Thema Künstliche Intelligenz aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Diese Mischung wird es uns ermöglichen, vorhandene Vorurteile abzubauen und die Chancen dieses enorm zukunftsträchtigen Feldes bestmöglich zu nutzen, indem wir unseren Alltag erleichtern und neue Geschäftsfelder erschließen.“

Sachverständige

Andrea Martin ist Chief Technology Officer (CTO) für IBM in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Davor war sie Präsidentin der IBM Academy of Technology <http://www.ibm.com/ibm/academy/index.html> . Sie ist dafür verantwortlich, die technische Strategie der IBM im deutschsprachigen Raum zu gestalten und die technische Thought Leadership der IBM gemeinsam mit der Community extern zu repräsentieren. In ihrer Rolle nutzt Andrea Martin ihre Erfahrung aus über 20 Jahren internationalem Servicegeschäft in den Bereichen Innovation, IT Transformation, Digitalisierung, IT Strategie und Service Management. Über ihr globales Netzwerk und ihre Rolle in der IBM Academy of Technology ist sie im Austausch mit den weltweiten Experten unter anderem zum Thema Künstliche Intelligenz (KI). Ihre Credo: Wenn wir die ethischen Fragen rund um KI nicht beantworten, wird es kein Vertrauen geben. Andrea Martin studierte Wirtschaftsmathematik in Karlsruhe und begann ihre Karriere 1992 bei IBM.

Dr. Aljoscha Burchardt ist Lab Manger am Language Technology Lab des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI GmbH). Er ist Experte für Künstliche Intelligenz und Sprachtechnologie. Burchardt hat mehrere große Projekte im Bereich der Maschinellen Übersetzung geleitet. Nach seiner Promotion in Computerlinguistik an der Universität des Saarlandes koordinierte er das Center of Research Excellence „E-Learning 2.0“ an der Technischen Universität Darmstadt. Burchardt ist Stellvertretender Vorsitzender der Berliner Wissenschaftlichen Gesellschaft.